Koi -  Frage & Antwort
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Koi - Frage & Antwort

"Koi" der Name und seine Bedeutung!

Koi oder Goi ist lediglich die japanische Bezeichnung für Karpfen (cyprinus carpio).
Nishik ist die japanische Bezeichnung für Brokat (Brokat heißt bunt), desshalb die japanische Bezeichnung Nishikigoi, was nichts anderes heißt als bunter Karpfen oder Brokatkarpfen.

Koi werden in der Mehrzahl auch Koi genannt, und nicht wie oft Beschrieben als Kois, denn Karpfen sind in der Mehrzahl auch Karpfen und nicht Karpfens



Wie alt werden Koi?

Koi werden bis zu sechzig Jahre alt.
Dieses Alter kann aber nur bei optimalen Wasserparametern erreicht werden und wenn die Teichhygiene optimal ist. Diese Werte sind auch für ein ausgeprägtes Wachstum der Koi notwendig.

Es versteht sich von selbst, dass zu jedem Koiteich eine ausgeklügelte Filtertechnik gehört.

Wie sind die wichtigsten Wasserwerte für Koi?

  • ph-Wert (Säuregrad): 7 - 8
  • GH-Wert (Wasserhärte): mind. 8, optimal 12
  • KH-Wert (die Carbonat-Härte stabilisiert den ph-Wert): mind. 5, optimal 8
  • Ammoniak (entsteht durch Ausscheidungen auch über Kiemen): optimal 0, max. 0,15 mg/l
  • Nitrit: optimal 0, max. 0,10 mg/l
  • Nitrat: max. 100 mg/l
  • Sauerstoffsättigung: mind. 60% (=6 mg/l)

Sollte man die Wasserparameter regelmäßig prüfen?

Die Wasserwerte am Koiteich sollten auf jeden Fall regelmäßig geprüft werden.

Oftmals sagt die regelmäßige Wasseranalyse im Koiteich einiges über auftretende Probleme der Koi aus.
Auch wir sind dazu verpflichtet regelmäßig die Wasserwerte in unseren Becken zu messen und zu Dokumentieren.

Für Ihre Wasserkontrolle legen wir Ihnen diese Tabelle zur Teichwasseranalyse [109 KB] zum download bereit.

Dokumentieren Sie Ihre Wasserwerte um eventuelle Probleme im Vorfeld zu erkennen.

Die Wasserwerte können mit handelsüblichen Wassertests bestimmt werden.

Bei welchen Temperaturen ist ein Koi lebensfähig?

Ein Koi ist bei Temperaturen von 4 – 38 °C lebensfähig. Viele Faktoren wie Größe und Wassertemperatur des Teiches fördern das Wachstum der Koi. Wassertemperaturen von 20 – 28 °C sind ideal sind für das Wachstum und das Immunsystem der Koi.

Der Koi als Vertreter der karpfenartigen Fische, zählt zu den wechselwarmen Tieren. Im Jahresverlauf können sich die Tiere den verschiedenen Temperaturverhältnisse anpassen. Zu beachten ist jedoch, dass die Temperatur einen starken Einfluss auf den Organismus und das Immunsystem der Fische hat. Wachstum, Stoffwechsel, Laichverhalten sowie die Ei- und Larvenentwicklung stehen in Abhängigkeit zu den Temperaturverhältnissen.

Optimale Haltungs- und Temperaturbedingungen sichern eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen, Parasiten und Krankheiten. Bei einer Wassertemperatur von 23-25°C fühlt sich ein Koi am wohlsten.

Temperaturschwankungen sowie extrem hohe oder niedrige Temperaturen führen zu Stress, Schädigungen und im ungünstigsten Fall sogar zum Tod der Koi. Bei einem plötzlichen Temperaturabfall von mehr als 10°C kommt es bereits nach kurzer Zeit zu Haut- und Darmschädigungen sowie weiteren Schäden mit Todesfolge.

Das Absenken der Temperaturen sollte unbedingt schrittweise erfolgen. Für die Umstellung der Wassertemperaturen von warmen 10-25°C auf kalte Bereiche von 4-6°C, benötigen Koi eine Anpassungszeit von mindestens 23 bis 50 Tagen.

Eine Erhöhung der Temperatur von beispielsweise 4 auf 20°C, verkraftet der Koi unter enormen Energieverbrauch innerhalb weniger Stunden. Allerdings verbraucht der Koi für die Anpassung in den nächsten zwei Wochen 50% ihrer Fettreserven. Sind nicht genügend Energiereserven vorhanden, verendet der Koi an Energiemangel.

Zu berücksichtigen ist auch, dass die Wassertemperatur im Koiteich einen starken Einfluss auf die Biologie und die Wasserparameter hat.

Im Winter sollten Wassertemperaturen unter 4°C unbedingt vermieden werden. Der Energieverbrauch unterhalb dieser Grenze, führt oftmals zu nicht mehr heilbaren Erkrankungen der Koi. In Erscheinung treten die Probleme zumeist erst im Frühjahr.

Der Temperaturbereich zwischen 8 und 12°C ist ebenfalls sehr gefährlich. In diesem Bereich ist das Immunsystem der Koi fast nicht mehr aktiv, Bakterien und Parasiten können sich sehr gut vermehren. Durch die Bewegung der noch schwimmenden Koi, findet wenn auch nur träge, ein Stoffwechsel statt. Folglich scheiden die Fische auch ohne eine Futteraufnahme Stickstoffverbindungen aus. Da die Filterbakterien unter diesen Vorraussetzungen nicht im vollen Maße aktiv sind, ist der Abbau schädlicher Stickstoffverbindungen nicht möglich.

Die Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht sollten keinesfalls größer als 2-3°C sein. Bei nicht geheizten Teichen sollte die Überwinterungstemperatur unterhalb 8°C liegen. Wird der Koiteich beheizt, sollte die Temperatur deutlich mehr als 12°C betragen. Für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Koi, ist eine Teichheizung in jedem Fall sinnvoll.

Ist an einem Koiteich eine Filteranlage notwendig?

An einem Koiteich ist durch die große Ausscheidung der Koi eine ausgeklügelte Filteranlage unabdingbar.

Die Fütterung der Koi

In freier Natur sind Karpfen den ganzen Tag auf Nahrungssuche. Koi haben keinen Magen, sind also nicht satt zu kriegen. Sie zählen zu den Allesfressern und sind somit in der Lage tierische und pflanzliche Nahrungsbestandteile zu verdauen.

Verdauung und Nährstoffaufnahme der Koi sind temperaturabhängig.

Die Verwertung der Nährstoffe ist bei hohen Wassertemperaturen effektiver als bei niedrigen, deshalb muß Futtermenge und Zusammensetzung den Jahreszeiten angepasst werden.

"Eine ausgewogene und richtige Ernährung, ist maßgeblich für die Gesundheit und Kondition der Koi."

Man sollte stets beachten, dass die Futterrate im Zusammenhang mit den Wasserparametern steht. Der Phosphateintrag, Stickstoffverbindungen sowie Abbauprodukte der Nitrifikation, können insbesondere bei Koiteichen mit einem starken Algenwachstum, negative Auswirkungen auf die Wasserwerte haben. In solchen Teichen füttert man wenn die pH-Werte im Tag-Nachtzyklus am niedrigsten sind und noch genügend Sauerstoff für die Verdauung vorhanden ist.

Falsches Füttern führt in jedem Fall zu massiven Schädigungen und ist zu vermeiden!



Fütterung im Frühjahr:

Eine ausreichende Energieversorgung ist während der Erwärmungsphase besonders wichtig. Zur relativ schnellen Umstellung des Stoffwechsels, haben die Koi im Frühjahr einen besonders hohen Energiebedarf. Geeignet sind energiereiche Futtermittel mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Eine falsche Fütterung während dieser Periode, macht die Koi besonders anfällig für Krankheiten.



Fütterung im Sommer:

In den Sommermonaten ist der Bedarf an Eiweiß und Fett nicht so hoch wie in den kalten Perioden. Nachdem die Wassertemperaturen gestiegen sind und die Fische die Erwärmungsphase gut überstanden haben, kann mit der normalen Sommerfütterung begonnen werden. Bei Wassertemperaturen oberhalb von 21°C, liegt die optimale Futtermenge bei ca. 1,5% des Körpergewichts der Koi. Die Gesamtration sollte über den Tag verteilt, in mehreren kleinen Portionen verfüttert werden.



Fütterung im Herbst:

Für die kalte Jahreszeit benötigen Koi sehr viel Energie. Daher ist es im Herbst besonders wichtig die Tiere mit ausreichend Energie zu versorgen. Koi bilden für die Überwinterung Fettreserven. Die Bildung von Energiereserven, ist ebenfalls entscheidend für das kommende Frühjahr. In der Phase der Erwärmung, zehren die Koi an ihren Reserven. Viele Probleme bei der Überwinterung sowie Konditionsschwächen im Frühjahr lassen sich durch eine gute Vorbereitung auf den Winter vermeiden. Hochwertige, energiereiche und vor Allem leichtverdauliche Futter mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, bilden die Grundlage für eine gute Kondition.



Fütterung im Winter:

Im Winter haben die Koi ihren Stoffwechsel verlangsamt, wodurch sie nur noch sehr wenig Nahrung benötigen. Unter 10°C muss die Futtermenge der langsameren Verdauung, dem Stoffwechsel sowie der Nährstoffaufnahme angepasst werden.

Nur wenn die Koi aktiv und auf Nahrungssuche sind, darf gefüttert werden. Zu beachten ist ebenfalls, dass die Filterbakterien bei diesen Temperaturen nicht aktiv sind und somit keine Nitrifikation stattfindet. Da sich die Wasserwerte schnell verschlechtern können, sind auch im Winter die Wasserparameter zu prüfen und Teilwasserwechsel durchzuführen.

Koifutter für den Winter sollte nur wenig Kohlenhydrate enthalten. Zu hohe Bestandteile an Kohlenhydraten führen im Winter zur Belastung des Stoffwechsels der Koi.

Koi mit einer guten Kondition, können bei tiefen Temperaturen, im ruhenden Zustand zwei bis drei Monate ohne Nahrung überwintern.

Wie groß wird ein Koi?

Koi können über einen Meter groß werden, wobei die einfarbigen Koi, wie Chagoi, Karashigoi und Ogon meist das schnellste Wachstum vorweisen.
Diese Koi sind in den meisten Fällen auch die Größten.
Auch die Wasserqualität ist ausschlaggebend dafür, ob ein Koi sein Wachstumspotential voll und ganz ausschöpfen kann.

Wie schwer ist ein Koi?

Alter Größe Gewicht
3 Monate 8-10 cm 15 g
5 Monate 10-13 cm 45 g
8 Monate 13-15 cm 70 g
12 Monate 15-20 cm 100 g
15 Monate 25-30 cm 400 g
18 Monate 31-35 cm 600 g
2 Jahre 36-40 cm 800 g
3 Jahre 45-50 cm 1.200 g
3-4 Jahre 50 cm 2.000 g
4-5 Jahre 60 cm 4.000 g
5-7 Jahre 70 cm 6.500 g
8 Jahre und mehr 80 cm 11.000 g

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